Q&A

Verkehrsverlagerungen & Modal Split

Wer ist für die Logistik zuständig? Welche Crew ist vorgesehen und wann/wo wird sie angeheuert? Wird die Crew ständig an Bord sein?

Was das Personal betrifft, so prüfen wir, inwiefern Binnenschifffahrt so wettbewerbsfähig wie möglich sein kann. Die selbst angetriebenen Lastkähne werden nur auf Kurzstrecken eingesetzt. Auf großen Wasserwegen werden Konvois zusammengestellt und ein Schubboot steuert die Lastkähne. Die Regeln für die Steuerung von Schubbooten sind klar und werden angewendet.

Dieser betriebswirtschaftliche Aspekt entspricht dem Watertruck+-Konzept. Was Betriebskosten betrifft, so überprüfen wir, wie wir diese Personalkosten so gering wie möglich halten können, indem die Bordmannschaft nur für die Fahrt eingesetzt wird und nicht wartet, bis der Empfänger beladen oder entladen hat. Auch die Benzinkosten werden so niedrig wie möglich gehalten. In Bezug auf Investitionskosten basiert das Design der Lastkähne auf Standardisierung, Modularsystem, Multi-Einsetzbarkeit und einer hohen Ladekapazität, beides in Gewicht als auch Volumen.

Wie ergänzt sich Watertruck+ zur bestehenden Flotte? Wie ist das Verhältnis zum Modal Split?

Das Ziel von Watertruck+ ist die Einführung einer wirtschaftlich plausiblen Alternative zum Straßentransport mittels eines flexiblen Modells des Wasserwegetransports als Ergänzung zum aktuellen Wasserwegetransport.

Deshalb setzt Wassertruck+ den Schwerpunkt auf Frachtläufe, die momentan per Straße und auf neuen Läufen transportiert werden. Damit wird der Marktanteil von Binnenwasserwegen in der europäischen Verkehrsverlagerung erhöht. Auf diese Weise möchte Watertruck+ dazu beitragen, mehr Güter von den überlasteten europäischen Straßen auf die verfügbaren Wasserwegekapazitäten zu bewegen, den Umschlag auf TEN-T-Korridore zu erhöhen und wirtschaftliches Potential in Regionen mit kleinen Wasserwegen zu heben.

Diese Übersicht zeigt eine Zusammenfassung der Flotte über Trockenfrachtschiffe zum 31.12.2015, die in Belgien ansässigen Investoren gehören (Quelle: ITB).

Man sieht, dass es zum 31. Dezember 2015 eine belgische Flotte von 962 Trockenfrachtern mit einer Gesamtkapazität von 1.508.090 Tonnen gab. Die durchschnittliche Tragfähigkeit betrug 1.568 Tonnen.

Die CEMT-Stufe I-IV umfasste 596 Einheiten, d. h. 62% der gesamten Flotte.

Nach Projektfertigstellung (2019) wird die Größe der Watertruck+-Flotte 31 Einheiten (Lastkähne und Schubboote) betragen, d. h. 3% der gesamten belgischen Trockenfrachterflotte oder 5% der Gesamtanzahl im Abschnitt CEMT Stufe I-IV.

Mehr als 50% der freien Binnenschiffer ist über 50, was aus der unten stehenden Grafik hervorgeht. (Quelle : RSZV, eigene Berechnungen, 31/12/2014).

Die Zahl der freien Binnenschiffer nimmt Jahr für Jahr ab. 2014 schrumpfte deren Bestand mit 53 Einheiten oder 4% im Vergleich zu 2013.

Grafik (B): Alter der freien Binnenschifffahrtunternehmer (B)

In Flandern wurden in 2015 66.860.769 Tonnen per Binnenschifffahrt befördert (Quelle: PBV, 2016. Die beförderten Güter sind:

Die größte Kategorie bleibt Baumaterial. Container, die die am schnellsten wachsende Kategorie ausmacht, sind unter “Andere Produkte” gelistet.

Beförderung über kleine Wasserwege nimmt in den letzten Jahren immer mehr ab, wie es die nachstehende Grafik zeigt. In der Schifffahrt wurden 2012 6.056.

500 Tonnen Güter befördert (Quelle: Studie von W&Z und DS in Bezug des Potentials und der Verpflichtung von kleinen Wasserwegen).

Gesamte, auf allen kleinen Wasserwegen beförderten Güter, in 1000 Tonnen.

Woher kommen die 3 Millionen Tonnen Frachtladung, die Watertruck+ für sich beansprucht? Aus was bestehen diese Ladungen und welche Läufe sind dabei einbezogen? Wie sicher ist, dass diese Ladungen 100% Neuladungen aus abgeleiteten Straßentransporten sind?

Die Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Konzepts wurde zwischen 2010 und 2014 während des Interreg IVB Projekts Watertruck (http://watertruck.be/) untersucht.

In den Regionen Campine und West Flanders in Flandern wurde eine Analyse mit über 14 Millionen Tonnen (69 Befrachter) betrieben, von denen 3 Millionen Tonnen mit dem Watertruck+-Konzept hätten transportiert werden können. Für mindestens die Hälfte der 3 Millionen Tonnen ist eine Verkehrsverlagerung möglich.

Der Befrachter Waterwegen & Zeekanaal (W&Z) Nieuwe Stede beauftragte einen Betreiber damit, Güter aus 415.000 Tonnen Erde bestehend, über einen Zeitraum von 7 Jahren verteilt per Watertruck+ zu bewegen. Wenn nicht mit Watertruck+, wären diese Ladungen per Straße transportiert worden.

 

Eine weitere Möglichkeit, die Aufmerksamkeit neuer Ladungen auf die Binnenschifffahrt zu richten, ist, sich an Befrachter zu wenden, die sonst immer Güter über Wasser beförderten und daher immer noch an den Wasserwegen ansässig sind. Sie sind immer noch nicht von den großen Vorteilen der Binnenschifffahrt überzeugt. Somit geht eine historische Anzahl von Fracht verloren, für die neue Schiffe gebraucht werden. Watertruck+ strebt eine wettbewerbsfähige Alternative zum Straßentransport durch die Schaffung eines flexiblen Models des Wassertransports an, die die aktuelle Binnenschifffahrt ergänzt.

Diese Testphase verschafft uns mehr Informationen über:

  • Die Baukosten, durch Bemühungen zur Erzielung größerer Standardisierung und eines modularen strukturellen Design.
  • Die Betriebskosten, als Versuchsergebnisse, eine unterschiedliche Logistikorganisation und effizientere Antriebssysteme einzubinden.

Diese Parameter sind mit einer Finanz-Toolbox kombiniert. Diese Finanz-Toolbox wird verfügbare finanzielle Hilfsmittel umfassen, die die Einführung des Konzepts in Europa unterstützt. Die Betriebs-Parameter und die Finanz-Toolbox gehen aus einem Masterplan hervor, der unter Anregung von privaten Investitionen aus Geschäftsszenarien für den Neubau einer europaweiten Watertruck-Flotte besteht.


Contact: info@vlaamsewaterweg.be

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